Unter interkulturellem Philosophieren wird die Bemühung verstanden, in die philosophischen Diskurse Beiträge aller Regionen, Kulturen und Traditionen als gleichberechtigt einzuflechten. Dabei sollen diese nicht nur vergleichend nebeneinander gestellt, sondern so in einen offenen gemeinsamen Raum gebracht werden, dass alle Positionen in diesem polylogischen Gespräch für Veränderungen offen gehalten bleiben. Interkulturelles Philosophieren ist somit keine bestimmte Theorie, Disziplin oder Schule, sondern steht für eine Neuorientierung in der Praxis des Philosophierens.

Der bereits seit 1993/94 bestehende Arbeitskreis am IWK (siehe ARCHIV) versteht sich dabei als ein Forum für einen solchen philosophischen Polylog, in dem nicht nur das Gespräch zwischen verschiedenen philosophischen Traditionen im Vordergrund steht, sondern auch die Anknüpfungspunkte mit der lebensweltlichen Praxis.

Der Arbeitskreis widmete sich im Sommer-Semester 2017 den »Philosophien Indiens«.

Für die kommenden Sitzungen, die in Kooperation mit dem Konfuzius-Institut durchgeführt werden, ist das Thema »Konfuzianische Philosophie« geplant. Informationen folgen in Kürze hier.